In der letzten Woche äußerten sich verschiedene Unionspolitiker zur im Koalitionsvertrag
geregelten Einführung der Geschlechterquote. Unter anderem sagte der parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion und Bundestagsabgeordnete für den Landkreis Harburg, Michael Grosse-Brömer, es dürfe keine „weitere Belastung der Wirtschaft durch die Frauenquote“ geben. Das kann Herr Grosse-Brömer doch nicht ernst gemeint haben!

Wir Frauen der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) im Landkreis Harburg protestieren dagegen, dass Frauen als Belastung für die Wirtschaft dargestellt werden. Im Gegenteil, Frauen haben einen wichtigen Anteil an der deutschen Wirtschaftsleistung. Die Äußerungen der Unionspolitiker in den letzten Tagen sind von daher eine Beleidigung für alle erwerbstätigen Frauen. Dem schließt sich auch die SPDBundestagsabgeordnete Svenja Stadler aus Seevetal an: „Von mehr Gleichberechtigung und mehr Frauen in Führungspositionen profitiert auch die Wirtschaft.“
Die AsF im Landkreis Harburg fordert deshalb mit Nachdruck, die Geschlechterquote von
mindestens 30 Prozent für Aufsichtsräte von Unternehmen umgehend gesetzlich festzulegen und damit den Vereinbarungen des Koalitionsvertrags nachzukommen. Die Tatsache, dass die Anzahl von Frauen in Führungspositionen im letzten Jahr abgenommen hat, unterstreicht einmal mehr die Notwendigkeit einer solchen Maßnahme.


Buchholz, 17.10.2014
Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, Britta Weimann (Vorsitzende) c/o SPD-Unterbezirk LK Harburg, Steinbecker Straße 24, 21244 Buchholz