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Svenja Stadler während einer Sitzung der SPD-Bundestagsfraktion
Svenja Stadler während einer Sitzung der SPD-Bundestagsfraktion ©DBT/ Julia Kummerow

Was passiert eigentlich in einer Sitzungswoche im Deutschen Bundestag? Die Plenarsitzungen, wie man sie aus dem Fernsehen kennt, bilden lediglich das nach außen sichtbarste Element der sogenannten Sitzungswoche. Die meiste Arbeit findet außerhalb des Bundestags-Plenums statt und ist kaum sichtbar. Wer etwas erreichen will, der muss zu vielen Terminen gehen, mit vielen Menschen sprechen und sich Verbündete suchen: Verbandsvertreter, Landesvertreter, Ministeriumsmitarbeiter, die Fraktionskollegen und die Abgeordneten der anderen Fraktionen. Jede Sitzungswoche ist anders und voll mit individuellen Terminen. Dennoch soll hier der Ablauf einer "typische" Sitzungswoche dargestellt werden.

Auf dem Weg zum Büro
Auf dem Weg ins Büro

Diese beginnt am Montag mit der Anreise nach Berlin, für die Svenja Stadler rund drei Stunden benötigt — gerechnet vom Start daheim in Seevetal bis zur Ankunft im Bundestag. Im Berliner Abgeordnetenbüro startet die Woche meist mit einer Teambesprechung mit den Mitarbeitern (Organisation von Terminen, Korrespondenzen, Bearbeitung von Anfragen etc.) und der Erledigung von Büroarbeit, die in der sitzungs-freien Woche aufgelaufen ist. Am Nachmittag stehen die ersten Treffen der Arbeitsgruppen zur Vorbereitung der Plenarsitzungen auf dem Programm, gefolgt von interfraktionellen Gesprächen. In den Abendstunden kommen die jeweiligen Landesgruppen zusammen.

Dienstags tagen von 9 bis 12 Uhr die Arbeitsgruppen der Fraktion, im Anschluss die Parlamentariergruppen. Dazwischengeschaltet wird immer mal wieder eine Teamkonferenz zwischen Berliner Büro und Wahlkreisbüro, bevor am frühen Nachmittag die Ausschusssitzungen für Mittwoch vorbereitet werden. Von 15 bis 18 Uhr ist Fraktionssitzung, und der Abend ist besetzt mit Podiumsdiskussionen, Vorträgen und Informationsveranstaltungen verschiedenster Couleur.

Die erste Tageshälfte des Mittwochs gehört den Ausschüssen, die vom Beginn der Plenarsitzung mit der Regierungsbefragung unterbrochen werden. Am späten Nachmittag werden die Ausschüsse fortgesetzt. Am Abend gilt es nicht selten, noch eine Besuchergruppe aus dem Wahlkreis zu begrüßen, deren Fragen zu beantworten und für ein gemeinsames Erinnerungsfoto zu posieren.

Der gesamte Donnerstag ist der Plenarsitzung vorbehalten, obschon parallel dazu immer mal wieder Besuchergruppen begrüßt, Presseanfragen bedient oder Büroarbeiten erledigt werden. Ab 19 Uhr kann es entweder zu einem Treffen der Arbeitsgruppe kommen oder man folgt der Einladung zu einem Parlamentarischen Abend.

Am Freitag geht die Plenarsitzung weiter und erstreckt sich zumeist bis in den frühen Nachmittag. Bevor es anschließend zurück in den Wahlkreis geht, stehen nicht selten noch weitere Gespräche mit Fachleuten und Interessenvertretern auf der Tagesordnung.

Insgesamt finden 20 bis 25 parlamentarische Sitzungswochen pro Jahr statt. Den Sitzungskalender des Deutschen Bundestages finden Sie hier.