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Gespräch mit Marco Hauschild zum Thema Coworking Space Foto: Tobias Handtke
Thomas Grambow, Tobias Handtke, Jürgen Waszkewitz und Marco Hauschild im Gespräch per Zoom zum Thema Coworking Space

12. April 2021: SPD erkennt Bedarf zum Thema „Mobile Arbeitsplätze“ zur Unterstützung im digitalen Home Office (Coworking Space), Start-Ups und für junge Unternehmen in Neu Wulmstorf.

Quelle: SPD-Ortsverein Neu Wulmstorf

SPD Gemeinderatsfraktion beantragt Machbarkeitsstudie.
Tobias Handtke im Gespräch mit Marco Hauschild Foto: Tobias Handtke
Tobias Handtke im Gespräch mit Marco Hauschild

"Wir werden Corona überwinden – in neuer Arbeitswelt werden viele Arbeitsplätze sich verändern!“

Unsere Arbeitswelt verlangt heute mehr Flexibilität und Konzentration. In der Corona- Zeit hat sich herausgestellt, dass viele Firmen ihren Beschäftigten Homeoffice anbieten können und wollen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass nicht alle jedoch die Möglichkeit haben, sich zuhause die erforderliche, ablenkungsfreie Arbeitsumgebung einzurichten, die sie für ihre Produktivität und Kreativität benötigen. Eine Lösung kennt man heute als Coworking Spaces, also anmietbare Büro- Arbeitsplätze in zumeist universellen Verwaltungsgebäuden mit professioneller Ausstattung und moderner Kommunikationstechnik.

Coworking Spaces können mit unterschiedlicher Zielsetzung genutzt werden. Für Beschäftigte ermöglichen sie wohnortnahes Arbeiten, kurze innerörtliche Arbeitswege, umweltfreundliche Mobilität zu Fuß oder mit dem Rad. Ein wichtiger Punkt ist aus kommunaler Sicht, dass mit einem Arbeitsplatz vor Ort die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützt werden kann. Auch aus betrieblichen Gründen sind Coworking Spaces interessant. So greifen Start-Up-Unternehmen oder junge Unternehmen darauf zurück, wenn sie noch keine eigenen Betriebsräume haben, aber professionelles Büro-Equipment brauchen. Man kann Platz für Meetings oder Projekt-Gruppen zur Verfügung stellen. Für manche Betriebe ist die direkte Kooperation mit anderen Firmen sinnvoll. Auch die regionale Auslagerung von flexibler Arbeit kann ein Grund sein oder der Ersatz für Homeoffice-Angebote.

In Hamburg haben Coworking Spaces bereits großen Zuspruch. „Auch in Neu Wulmstorf mit 22.800 Einwohnern sehen wir diesen Bedarf und beantragen daher eine Machbarkeitsstudie, wie das Pilotprojekt „Coworking Space“ gelingen kann. Dazu müssen die Akteure an den Tisch, die dazu einen Beitrag leisten können.“ Erklärt der Fraktionsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat Tobias Handtke.

Mit Marco Hauschild, dem Vorsitzenden des Gewerbevereins wurde über dieses Projekt kürzlich gesprochen und Unterstützung zugesagt.
„Mit einem solchen Projekt geht es auch darum, eine Entwicklungsperspektive für die Zukunft aufzuzeigen, in der sich Neu Wulmstorf als Magnet und Heimat für junge Unternehmen entwickelt und positioniert. Das ist absolut in unserem Sinne.“

Eine Option wäre, dass die Gemeinde Neu Wulmstorf Büroflächen anmietet, um die beschriebenen Arbeitsplatzkonzepte zu entwickeln. Wir wollen mietbare bzw. kurzfristig buchbare Einzelarbeitsplätze verwirklichen, einschließlich optionaler, ebenfalls buchbarer Teilhabe an Besprechungsräumen. Die Kooperation mit lokalen Gastronomen, Cafés oder Bäckereien kann eine bessere Auslastung und Synergien für beide Seiten bedeuten, wenn buchbare Plätze optional angeboten werden. Diese Idee wurde erst kürzlich von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Harburg (WLH) in einem Austausch ins Gespräch gebracht, „Kreativität ist gefragt, der Mut, neue Wege zu denken und diese umzusetzen“, erklärt Thomas Grambow, Bauausschussvorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des WLH- Aufsichtsrates über die positive Antragsresonanz bei den Experten.

Ergänzend soll die Machbarkeitsstudie die Erarbeitung eines Nutzungs- und Betriebskonzeptes durch die Gemeinde oder einen freien Träger beinhalten. Dabei sind die unterschiedlichen Nutzungsgründe – im Interesse von Beschäftigten oder Unternehmen – mit Blick auf das Konzept und ggf. Preisgestaltung zu berücksichtigen. In Betracht gezogen werden muss zudem, welche Implikationen sich daraus in Bezug auf eine kommunale oder privatwirtschaftliche Trägerschaft ergibt. „Die Komplexität bedeutet, dass es eine Prüfung geben muss, was für unsere Gemeinde das richtige Konzept ist. Dabei hilft uns natürlich, dass mit der WLH ein Partner an unserer Seite ist, der auf diesem Gebiet eine umfassende Expertise hat“, ergänzt Handtke zum Zukunftsprojekt.

Die SPD Gemeinderatsfraktion möchte mit diesem Antrag einen weiteren Beitrag für ein modernes, innovatives Neu Wulmstorf und eine nachhaltige Entwicklung initiieren. „Da stecken wirklich viele Chancen drin, wir sollten alle gemeinsam daran arbeiten, Neu Wulmstorf ist es wert“, so Handtke abschließend.

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